Quelle: © Gestaltungshandbuch Olympiapark München, Landeshauptstadt München



Master Projekt
ERBE OLYMPIA

Paradies auf den zweiten Blick

Wenn gefragt würde, welche Olympiabauten von 1972 zum Symbol Münchens geworden sind, würden die meisten vermutlich als erstes das Olympiastadion nennen, das mit seinem kühnen Zeltdach tatsächlich eines der Wahrzeichen der Stadt ist. Und an zweiter Stelle den gesamten Olympiapark, dieses Musterbeispiel gelungener Landschaftsgestaltung. Das olympische Dorf hingegen würde kaum einer spontan zu jenen Errungenschaften der Spiele zählen, die München bis heute etwas Einzigartiges verleihen. Dabei stecken im Münchner Olympiadorf möglicherweise mehr visionäre Ideen als in den gesamten olympischen Sportstätten. Im Grunde ist das olympische Dorf sogar ein städtebauliches Denkmal von Weltrang, weswegen es seit 2001 auch unter Ensembleschutz steht. Denn mit dem olympischen Dorf wurde ein geradezu revolutionärer städtebaulicher Ansatz in die Tat umgesetzt, der erstaunlicherweise später nirgendwo auf der Welt kopiert wurde: ein ganzes Stadtquartier für mehrere tausend Bewohner zu schaffen, in dem die Autos komplett von Fußgängern und Radfahrern abgetrennt wurden. Autos fahren im olympischen Dorf in einer eigenen unterirdischen Ebene, an der Oberfläche gibt es somit keinen Verkehr, die Wege und die großzügigen Grünflächen gehören ganz und gar den Bewohnern.(...)
                                                                                                               Peter Fahrenholz, Paradies auf den zweiten Blick, Süddeutsche Zeitung, 2.09.2012


Einführung: Mittwoch 24. April 2019 11 Uhr Raum 3120 LSA

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